Dass ich und Regelmäßigkeit nicht die besten Freunde sind, hat der ein oder andere hier vielleicht schon mitbekommen.
Die Sunday-Lovestory mit Mr.Big ist tatsächlich das Einzige, das sich regelmäßig wiederholt auf meinen Kanälen,…

Ich kann mir nunmal meine kreative Ader nicht immer aus dem Ärmel schütteln. Manchmal ist dann privat, in der Band oder auf der Uni so viel zu tun, dass mir schlichtweg einfach kein Kopf für 300-800 Wörter bleibt.
Ich möchte hier ja keine Larifari – Beiträge mehr schreiben,..sondern über Dinge, die mich beschäftigen und die im besten Fall auch für euch einen Mehrwert haben.

Was mich in letzter Zeit unheimlich beschäftigt hat?

ICH und mein Auftritt hier im Netz,….Beiträge die ich vor 3 Jahren geschrieben habe, die mir jetzt so fremd vorkommen. Postings mit denen ich mich absolut nicht mehr identifizieren kann.

Ich habe mich einfach verändert. Teilweise in meiner Einstellung und Meinung zu gewissen Themen oder Dingen, teilweise aber auch meine Interessen am Leben, meine Vorstellungen und Ziele. Ich bereue nichts, denn jeder Step gehört zu mir, aber heute würde ich es nicht mehr so machen.

Als ich mit Instagram angefangen habe, war keine beabsichtigte Intention dahinter. Ich habe meine täglichen Looks ins Netz gestellt und mit der Zeit bin ich dann dadurch gewachsen.
Danach kamen natürlich berühmte Food-Flatlays,…Detail Shots und viel insta-typisch anderes Zeug.
Ich wollte auf diesen Instagramzug mit aufspringen,..Dinge machen die alle machen, weil ich dachte dass man das halt so machen muss.

Den größten Anstoß hat mir vermutlich Michi Buchinger damals in seinem VICE Beitrag gegeben,…nachdem ich den verschlungen hatte, kam auch bald mein Senf zu dem leidigen Thema der Instagram Fake Welt – hier.

Danach habe ich angefangen einfach das zu tun auf Instagram, auf was ich gerade Lust hatte. Keine Gedanken mehr darüber machen, ob das jetzt so gehört oder nicht. Schluss mit der Suche nach schönen Türen und weißen Wänden. Ich wollte nicht anders sein. Einfach nur ich selbst.

Und ja auch ich habe mich das ein oder andere Mal über den Instagram Algorithmus beschwert damals,…mittlerweile ist es mir egal geworden.

Ob ich 1500 oder nur 500 Likes, 300 000 oder nur 170 000 Impressionen in der Woche habe,…meine Stories 3000 oder nur 1500 Leute schauen ist mir mittlerweile WIRKLICH nicht mehr so wichtig.

Es ist toll, wenn deine Arbeit gefeiert wird und von vielen gesehen oder geliked wird. Aber diese ständigen Gedanken darum WARUM Instagram SO „gemein“ ist und Beiträge und Fotos etc. nicht anzeigt, macht diese Plattform zu einer Kotztüte für mich. Man kann es eben nicht wirklich beeinflussen und es ist mühsam sich darüber ständig Gedanken zu machen.

Wichtig ist mir mein Leben. Und damit meine ich das außerhalb vom Bildschirm. Mit meinen liebsten Zeit verbringen, Abenteuer erleben, neue Orte entdecken und glücklich sein.
Ich möchte Content erstellen, der mich bewegt, interessiert und ausmacht.
Ich bin nicht hier um mein Leben nach Vorstellungen von anderen zu richten. Ich bin hier weil ich euch positive Einstellung und die Freude am Leben vermitteln will, Motivation aber gleichzeitig auch euch und mir helfen will, mit Hürden und schlechten Zeiten besser umzugehen.

Die schönsten Momente auf Instagram für mich sind nicht die, in denen ich über 1500 Likes erreiche. Da reicht oft schon 1 Kommentar, in dem steht, dass ich gerade den Tag der Person schöner gemacht habe oder eine Nachricht dass ich jemanden inspiriere. Das sind die Dinge, die mich dazu bewegen, diesen Kanal weiterzuführen.

Was ich aber nicht mehr will ist, mir darüber zu viele Gedanken zu machen.
Diese ständige Instagramwolke mit den leidigen Themen darum, warum man nicht wächst, warum man nicht gesehen wird, warum man so wenig Nachrichten oder Likes bekommt. Diese Wolke nimmt einfach den Spaß daran.

SM steht für Social Media,..oder für Sadomaso an der eigenen Seele, die viele für dieses Format verkaufen.

Und ich habe diese Seite bzw. meinen Instagram Kanal nicht gegründet, um mich nach fast 4 Jahren ständig zu ärgern.

Das ist der Punkt, der mich vor ein paar Monaten erreicht hat. Seit dem lebt es sich viel entspannter. Ich habe gelernt dass mir eine App am Handy niemals das geben kann auf was es mir wirklich ankommt im Leben. Ich habe gelernt, dass ich selbst weiß, was ich kann, wer ich bin und für was ich stehe.
Und wenn man das weiß, wenn man sein Werk liebt und dazu steht, wird einem der ständige Kampf um Aufmerksamkeit irgendwann zu blöd. Instagram soll mich zwar begleiten, aber niemals einnehmen. Es soll eine Möglichkeit sein, Eindrücke, Geschichten, Einstellungen, Tipps und auch mal Blödsinn zu teilen.

Schade finde ich es halt, wenn man sich über dieses Format definiert und da nehme ich meine Vergangenheit nicht raus. Denn auch ich habe mir Outfits extra gekauft, habe mich gestresst immer am Ball zu bleiben und selbst unter Druck gesetzt immer besser zu werden.
Es ist wahnsinnig mühsam immer einem Ideal entsprechen zu wollen, mit dem man sich selbst eigentlich nicht identifizieren kann. Und jeder Influencer hat schon mal extra etwas nur für Instagram gemacht,…wer das bestreitet belügt sich selbst.

Ist ja auch okay,…solange man sich treu bleibt. Ich werde auch weiterhin Kooperationen, die zu mir passen umsetzen, werde weiterhin meiner kreativen Ader freien Lauf lassen.

Die Frage ist halt :

Würdet ihr euer Leben genauso leben, würdet ihr die selben Dinge genauso tun, wenn euch niemand dabei zusieht ? Würdet ihr euch so unter Druck setzen ?

Ich habe das Blatt eben gewendet ,…ich lebe mein Leben und Instagram läuft bei mir mit,..nicht umgekehrt.

Was macht ihr denn, wenn es diese App von einen auf den anderen Tag nicht mehr gibt? Ich habe viel darüber nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass mir das egal wäre.

Denn ich hab mein Leben, dass ich mit oder ohne dieser App liebe, mit all seinen Höhen und Tiefen, mit all den lieben Menschen die ich habe, mit allen Zielen und Wegen, die ich beschreiten werde.

Versteht mich nicht falsch,…meine Kreativität hier ausleben zu können gehört zu meinen liebsten Hobbys, ich möchte es niemals missen oder schlecht reden. Immerhin bin auch sehr aktiv und es macht mir nach wie vor Spaß.

Nur heute mit einem anderen Background, einer ganz anderen Sichtweise auf diese Welt, die es mir möglich gemacht hat, es lockerer zu sehen. Ich habe nicht mehr das Gefühl einer von vielen zu sein, ein Hamster im Laufrad, der um Aufmerksamkeit kämpft.

 

Ich möchte frei in meiner Gestaltung sein,..frei in der Hinsicht, dass mir nichts und niemand vorschreibt wie ich was zu tun habe, schon garnicht in einer App, die irgendwann nur ein Abschnitt meiner Geschichte sein wird.

 

Eure Carry

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