Der Weg ist das Ziel,..

Ein ziemlich abgedroschenes Zitat, das man schon hunderte Male gelesen hat. Trotzdem, hat es für mich eine unglaublich starke Bedeutung und dazu möchte ich heute meine Gedanken schweifen lassen,…

Jeder interpretiert seine Wege und Ziele anders, aber jeder Weg den wir einschlagen ist auch für etwas gut.

Wir Menschen sind ja bekanntlich „Gewohnheitstiere“, haben wir uns einmal an etwas gewöhnt, ist es für die meisten von uns schwierig, diesen Zustand wieder zu verändern.

Es geht um Beziehungen (jeglicher Art ), unseren Job, Studium oder hundert andere „Rituale“, die wir uns aneignen. Es ist nie einfach etwas zu verändern, dass man ursprünglich für sehr gut empfunden hat.

Manchmal ändern wir etwas nicht selbst. Äußere Umstände, harte Zeiten und die Entscheidungen von unseren Mitmenschen tragen dann dazu bei, dass wir unsere geliebte „Komfort Zone“ verlassen und andere Wege gehen müssen, als es ursprünglich geplant war.

Sich Dinge vorzustellen, die Zukunft zu planen, das sind die schönsten Prozesse im Leben. Vor allem in den Mitte-Zwanzigern, denn genau da fangen wir an, uns selbst zu definieren und kommen von unserem „Larifari Leben“ endlich in die Realität.

Das Problem an diesen Planungen ist, dass wir nie zu 100 Prozent sicher sein können, ob die gewünschten Vorstellungen auch tatsächlich eintreffen werden. Ein bisschen Risiko und ein gesunder Optimismus gehören da unbedingt dazu. Denn wenn wir immer nur daran denken, was schief gehen könnte und deswegen dann Dinge nicht tun, können wir nie wissen, was gewesen wäre, wenn wir es doch einfach gemacht hätten. Ich meine damit nicht, dass man alles beeinflussen kann. Bereuen sollte man aber sowieso nichts, denn abgesehen davon, dass man Geschehenes nicht ändern kann, sollte man sich immer daran zurück erinnern, warum man wie gehandelt hat. Mir gehts da eher darum, dass ich Menschen nicht verstehen kann, die nichts für ihr eigenes Glück tun. Auch wenn man nicht alles lenken kann, gibt es oft Situationen, in denen wir es versuchen hätten können.

„Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren,..“

Um etwas im Leben  zu kämpfen, was einem wichtig ist, wird sich immer auszahlen, egal wie der Kampf ausgeht. Es gehört dann natürlich auch einzusehen, dass man nicht immer gewinnen kann.

Wenn man wirklich alles probiert hat und es trotzdem nicht funktioniert, ist es besser nach vorne zu schauen und gewisse Kapitel im Leben abzuschließen.

Manche Menschen sind sich dafür zu gut, haben zu viel Stolz oder stehen sich dabei selbst im Weg.

Aber genau dieser Punkt, der Punkt um etwas zu kämpfen, ist so wichtig, weil man dann im Nachhinein mit reinem Gewissen sagen kann, dass man für sich selbst alles versucht hat.

Unser Gehirn hat die Fähigkeit, sich unglaublich viele Dinge zu merken. Meines ist da ganz besonders begabt, denn auch wenn mein Kurzzeitgedächtnis ganz oft in meinem „Chaos – Dasein“ versinkt, habe ich ein „Langzeit- Elefanten- Gehirn“, das oft Dinge weiß, die andere längst vergessen haben.

Erinnerungen sind für mich verdammt wichtig,.. denn sie erzählen die Geschichte unseres Lebens…

Wir, oder vor allem ich, sollten diese Erinnerungen aber nicht falsch benutzen,.. uns zurück wünschen oder in der Vergangenheit fest sitzen.

Wir sollten sie nutzen um stolz auf uns zu sein, denn jede unserer Geschichten , unabhängig davon ob schlecht oder gut, machen uns zu den Menschen, die wir heute sind.

Der Zug des Lebens,….

In unserer Familien Whats-App-Gruppe bekomme ich fast täglich irgendwelche süße Kurz-Geschichten über das Leben, Kettenbriefe und anderen Schmafu.

In einer dieser gesendeten Nachrichten kam mal eine Story über den Zug des Lebens,…Hat mir sehr gut gefallen und mein Elefantengehirn befindet diese Geschichte als so gut, dass ich versuchen werde sie mit meinen eigenen Worten zusammenzufassen, quasi, was ich aus dieser Geschichte mitgenommen habe,…

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Auf unserem „Zug des Lebens“ machen wir an vielen Stationen halt, manchmal rumpelt es und manchmal fahren wir der Sonne entgegen.

Manche Personen sind von Anfang an Passagiere auf diesem Zug , andere steigen ein, bleiben für eine bestimmte Reisezeit und springen dann wieder ab. Dafür steigen auch Leute ein, an ganz vielen verschieden Bahnhöfen , die nie wieder absteigen.

Alle diese Passagiere sind wichtig für unsere Geschichte, egal ob sie bleiben oder gehen. Aber der wichtigste Passagier sind wir selbst.

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Es ist kein Fehler an die Vergangenheit zu denken, kurz die Miene zu verziehen oder auch mal kurz zu lachen, weil man einen abgespeicherten Rückblick seiner Geschichte im Kopf abspielt,…

Ein Fehler wird es erst dann, wenn man aufgrund dieser Kurzfilme im Kopf in dieser Zeit hängen bleibt und seiner Zukunft nicht die Chance gibt, die sie und man selbst verdient hat.

Jeder von uns hat seine „Leichen“ im Keller, aber nichts im Leben passiert ohne Grund.

Lange Rede kurzer Sinn,… unsere Vergangenheit macht uns zu den Menschen die wir sind , aber der Zug fährt, egal wie oft er dazwischen halt macht, immer nach vorne ! Also seid stolz auf eure Geschichte, aber lebt im hier und jetzt! Der Weg ist das Ziel, die Zukunft ist ein unbeschriebenes Blatt und unser Zug ihre Schreibmaschine 💚

2 thoughts on “Carry.on.thoughts – Der Weg ist das Ziel”

  1. Ein wunderbarer blogpost … der ich mag einfach die Art wie du schreibst so ziemlich – sprich sehr gerne !!! Danke für Zeilen voller Offenheit und vor allem für Selbstreflexion und das teilhaben lassen an Gedanken und vor allem auch Gefühlen – das ist etwas sehr wertvolles. Es lässt uns nicht nur ein Stück von uns selbst erkennen, oftmals hilft es auch (ein Stückchen) weiter … wenn man sieht/liest wie es anderen MIT SICH so geht !
    Aalles liiiebe
    Ulrike
    http://www.ullismulticoloredlittleworld.com
    Ps natürlich auch noch nachträglich zum burtseltag (da meine „insta-wünsche“ möglicherweise ein bisschen untergegangen sind) !

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